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11.12.2020

Der Mittelstand braucht skalierbare Softwarelösungen

Im Gespräch mit Carsten Schröder, Geschäftsbereichsleiter Cloud ERP Unit der Haufe Gruppe

Was sind die Herausforderungen an die Infrastruktur im Mittelstand? Wie finden sich Unternehmen im digitalen Dschungel zurecht? Unsere Fragen dazu beantwortet Carsten Schröder. Seit etwas über einem Jahr steuert Carsten Schröder den Geschäftsbereich Cloud ERP bei Haufe-Lexware. Der erfahrene Manager wechselte Mitte 2019 von Intershop nach Freiburg. Die Digitalisierung des Mittelstandes ist seine Passion. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung der Infrastruktur in mittelständischen Unternehmen und seitdem greift er mit dem von ihm verantworteten Geschäftsbereich etablierte ERP-Anbieter erfolgreich an.

Wir stehen an einem Scheideweg, was den Einsatz von Unternehmenslösungen betrifft. Was können moderne Lösungen besser? Warum tun sich traditionelle Lösungen, die den Suite Gedanken verfolgen, wie beispielsweise Microsoft oder SAP, so schwer?

Die Ära der vollintegrierten Monolithen-Systeme ist vorbei. Die klassischen Software Suiten wurden einst als Rundum-Sorglos-Paket für Unternehmen konzipiert, die die gesamte Bandbreite betriebswirtschaftlicher Prozesse in einer Ein-System-für-Alles-Lösung abdecken. Was einst praktisch und bequem war, ist heute einengend und limitierend. Denn Suiten bringen einige erhebliche Nachteile mit sich:

  1. Sie zwängen ihre Anwender in eine viel zu große Dimension von Standard - ungeachtet, welche Funktionalitäten das Unternehmen wirklich braucht oder wohin es sich entwickelt.
  2. Gleichzeitig begeben sich Suiten-Anwender in eine extreme Preisabhängigkeit. Wer sich einmal für eine bestimmte ERP-Lösung entschieden und diese tief mit seinem Geschäftsbetrieb verwoben hat, bleibt in aller Regel bei diesem System. So sind die Anwender den Preiserhöhungen des Herstellers ausgeliefert.
  3. Suiten bieten kaum agile Skalierbarkeit. Da im Suite-Ansatz heterogene Softwaremodule eines Herstellers in einer Gesamtlösung miteinander verknüpft wurden, lassen sich neue oder gar progressivere Anwendungen von Drittanbietern nur schwer integrieren. Die punktuelle Skalierung eines bestimmten Geschäftszweigs durch die Integration einer modernen Drittanwendung, wie z.B. Shopify, ist nicht oder nur teuer möglich.

Unsere heutige Wirtschaftswelt verlangt aber Geschäftsmodell-Innovation, Agilität und Skalierbarkeit. Diese Anforderungen erfüllen moderne Plattform-Lösungen, wie z.B. lexbizz, mit ihrem Best-of-Breed-Ansatz viel eher: Durch einen modular aufgebauten Software-Kern können Anwender Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, CRM oder andere Kernprozesse auswählen. Via Schnittstellen lassen sich diese um branchenspezifische Einzellösungen von Drittanbietern bedarfsgerecht ergänzen, wie etwa Online-Shops, digitale Produkt-Konfiguratoren, Bezahl- und Versanddienstleister und vieles mehr. Welche Anwendungen das Unternehmen zur Ergänzung oder Innovation seines Geschäftsmodells benötigt, wählt es selbst. Die Anwendungen sind über bidirektionale Schnittstellen integriert und verfügen über einen reibungslosen wechselseitigen Datenaustausch mit dem Softwarekern. Bildlich gesprochen legen sich Unternehmen ein maßgeschneidertes Unternehmensgewand aus flexiblem Jersey Stoff zu, statt einen viel zu großen, beengenden und teuren Frack, der mit allerlei Schnickschnack ausgestattet ist, den sie nicht benötigen.

Im Mittelstand wird es immer wichtiger, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Wie unterstützt ein moderner Software-Ansatz digitale Angebote und Prozesse und was macht diesen Ansatz aus?

Mittelständler – ob klein, mittel oder groß – sind heutzutage in die gleiche daten-getriebene, vernetzte Digitalökonomie eingebettet wie die Big Player Amazon, eBay und Co. Kunden erwarten von ihnen die gleichen Services wie von großen Unternehmen. Daher sollten KMU auf eine Unternehmenssoftware setzen, die ihnen hilft, diese Erwartungen zu erfüllen. Moderne Softwarelösungen ermöglichen es ihren Anwendern, exzellente, digitale Kundenservices anzubieten, die dem Kunden eine individuelle, weitestgehend automatisierte und reibungslose Customer Experience über alle Kanäle und Kontaktpunkte bescheren. Dafür müssen Softwarelösungen alle Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und synchronisieren, relevante Daten aggregieren und analysieren, Drittsysteme flexibel integrieren können und Interfaces bieten, auf die Kunden und Partner von überall zugreifen können. Mit einer modernen Unternehmenssoftware können sich auch kleine und mittlere Unternehmen gegen ihre vermeintlich übermächtige Konkurrenz behaupten und in ihrer Nische genauso erfolgreich agieren wie die Champions.

Magst du das mal an einem konkreten Beispiel aufzeigen?

Nehmen wir das Beispiel einer großen Traditionstischlerei auf dem Land, die für ihre Kunden Holzmöbel anfertigt und ein Sortiment in stationären Ladengeschäften verkauft. Anstatt ausschließlich auf Bestands- oder Laufkundschaft und auf Vertriebspartner zu setzen, kann der Betrieb mit der richtigen Unternehmenslösung sein Produkt- und Serviceangebot digitalisieren und sich so neue Kundensegmente erschließen. Durch den Aufbau eines Onlineshops samt integriertem Produkt-Konfigurator können Kunden sich ihr Lieblingsstück individuell maßanfertigen lassen, im Webshop bestellen und dank integrierten Bezahldienstleistern wie Paypal oder Klarna bequem bezahlen. Alle On- und Offline-Vertriebswege und Aktivitäten werden in einem zentralen CRM gebündelt. Dieses korrespondiert mit dem digital abgebildeten Lager, das stets Auskunft über den Bestand gibt oder bei Materialknappheit automatisch eine Nachbestellung auslöst. Dank integriertem Scanner und einer Versand-Schnittstelle wird das Möbelstück mit Echtzeittracking zum Kunden geliefert. Mittels eines Kundenportals können Kunden jederzeit auf ihre Kontoinformationen zugreifen und Bestellungen anhand individueller Preise und Rabattstufen direkt ausführen. Mit einer modernen Cloud-ERP-Plattform und offener Schnittstellenarchitektur kann die Tischlerei all diese Geschäftsprozesse vollintegriert abwickeln, ihre Kunden on- wie offline zufrieden-stellen und sich durch neue Services und Angebote immer wieder neu erfinden.

Mit lexbizz XRP bietet Lexware derzeit den mit Abstand modernsten Ansatz einer cloudbasierten Unternehmenslösung an. Wie wird sich das Produkt und die Nutzung in Zukunft noch verändern? Was sind die zentralen Herausforderungen für euch und für mittelständische Unternehmen?

lexbizz XRP kann aus individuellen Modulen zusammengesetzt werden.

lexbizz ist mehr als ein ERP-System. Als XRP-Plattform bietet es kleinen und mittleren Unternehmen ein Ökosystem an Möglichkeiten für ihre Unternehmensentwicklung. Dabei haben wir bewusst auf eine offene Plattformstrategie in der Cloud gesetzt, mit der wir kleinen und mittleren Unternehmen neue Chancen und Potenziale für ihr Wachstum ermöglichen – komme, was wolle. Betrachten wir die Herausforderungen, vor denen Unternehmen nicht erst seit Corona stehen. Flexibler Datenzugriff von überall und jederzeit, betriebliche Effizienz und Kosteneinsparung durch smarte, automatisierte Prozesse, Anpassungsfähigkeit durch Geschäftsmodellinnovation und die Fähigkeit, durch datenbasierte Business-Intelligence-Analysen Geschäftsprognosen und Szenarien für eine immer unvorhersehbarer gewordene Zukunft zu entwickeln, sind wettbewerbsentscheidend. Genau entlang dieser Herausforderungen erweitern wir unsere Plattform systematisch, holen wir innovative Anwendungspartner ins Boot und erweitern unser Netzwerk an kompetenten Implementierungspartnern und Digitalisierungsberatern.

Was rätst du Unternehmen, die auf der einen Seite vor digitalen Herausforderungen und einer zunehmenden Vernetzung mit ihren Kunden und ihren Lieferanten stehen und auf der anderen Seite sich nicht durchringen können, traditionelle Suite Lösungen abzulösen?

Grundsätzlich beobachten wir, dass die Wechselbereitschaft auf schlanke Cloud-ERP-Plattformen steigt, denn immer mehr mittelständische Unternehmen entdecken deren Vorteile für sich. Das bestätigt auch eine brandaktuelle Studie von IDG in Kooperation mit führenden Cloud-ERP-Anbietern wie lexbizz. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen plant die Einführung einer Cloud-ERP innerhalb der nächsten zwölf Monate. Und das trotz gedeckelter IT-Budgets durch Corona. Dabei sind Kostensenkung durch die preiswerte Implementierung und einfachere Wartung die Hauptbeweggründe für den Wechsel. Am meisten profitieren Anwender nach eigener Aussage von der Standardisierung ihrer Prozesse in einer integrierten Lösung, der Produktivitätssteigerung, der hohen Zeitersparnis dank besserer Auffindbarkeit von Informationen in der Cloud, geringerem Administrationsaufwand durch die Datenpflege in einem einzigen IT-System und der Kostenkontrolle. Konkrete Nutzenerfahrungen wie diese und der digitale Augenöffner Corona fungieren als Cloud-Booster und werden die Ära monolithischer ERP-Kolosse wohl endgültig beenden.
All jenen, die dennoch zögern, rate ich, ihre IT-Anforderungen neu zu denken und sich folgende Fragen zu stellen:

  • Ist meine Unternehmenslösung technologisch flexibel genug, um funktions- und umfangseitig mitzuwachsen, wenn sich mein Unternehmen verändert?
  • Verfügt meine Unternehmenslösung über eine moderne Plattformarchitektur, an die ich problemlos und ohne Programmierkenntnisse neue Anwendungen integrieren kann?
  • Unterstützt mich meine Unternehmenslösung darin, Daten aus allen Unternehmensbereichen präzise, in Echt-Zeit und über Abteilungs- und gar Unternehmensgrenzen hinaus zu aggregieren, miteinander zu vernetzen und gebündelte Analysen zu erstellen?
  • Ist meine Unternehmenslösung in ihrer Systemarchitektur darauf ausgerichtet, die Potenziale von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und dem Internet der Dinge zu nutzen?

Wenn nicht, dann bedenken Sie, dass die Kosten des Nichtstuns langfristig schwerer wiegen, als den Wechsel auf ein neues System zu wagen.

Acumatica, die technische Basis hinter dem für den deutschsprachigen Markt lokalisierten lexbizz XRP, wird immer wieder als eines der am schnellsten wachsenden ERP-Systeme bezeichnet. Lexware selbst legt mit lexbizz einen recht schnellen Start hin. Seid ihr für das schnelle Wachstum gerüstet?

Ein klares Ja! Mit der innovativen ERP-Technologie von Acumatica als Basis, dem Mittelstands-Knowhow des Marktführers Lexware und der Finanzkraft des etablierten Traditionsunternehmens Haufe Group im Rücken werden wir den ERP-Markt angreifen und aufmischen. Das lexbizz Team wächst kontinuierlich, wir gewinnen immer mehr Kunden und entwickeln die Lösung im agilen Vorgehen und mithilfe unseres wachsenden Kunden- und Partnerstamms konsequent weiter. Es ist Zeit für eine neue Ära moderner ERP-Lösungen für den Mittelstand! Und wir setzen uns ganz an die Spitze!

Wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir und dem lexbizz Team weiter viel Erfolg!

Das Gespräch führten Inga Endrikat und Dirk Forke, S+S SoftwarePartner GmbH.


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Mehr Informationen zu lexbizz finden Sie außerdem auf unserer Seite zur Cloud-ERP oder auf der lexbizz-Seite und im lexbizz-Blog.

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