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Neue Funktionen und Optimierungen: Das Haufe X360 Update im Frühjahr 2026
Das Haufe X360 Minor Release auf die Version 14.108 bringt zwei neue Features für den DATEV-Export sowie ein Refactoring-Update im Bereich Debitoren.
Finanzbuchhaltung & Controlling
DATEV-Export: USt-ID pro Standort
Die USt-ID pro Standort wird nun auch im DATEV-Export berücksichtigt. Ist die Funktion Geschäftspartner Standorte aktiviert, übergibt das System automatisch die entsprechende USt ID aus dem jeweiligen Kundenoder Lieferantenstandort (Fallback-Logik siehe unten). Auf dem Bildschirm Steuern (TX205000) wurde die neue Checkbox Export der USt-ID für DATEV hinzugefügt.
Ist diese Checkbox aktiviert, gelten folgende Übergaben:
Die DATEV-Exportdatei (Buchungstapel.csv) wurde entsprechend DATEV-konform angepasst:
| Spalte | Alt | Neu |
|---|---|---|
| 40 | EU-Land u. UStID | EU-Mitgliestaat u. UStID (Bestimmung) |
| 41 | EU-Steuersatz | EU-Steuersatz (Bestimmung) |
| 123 | - | EU-Mitgliedstaat u. UStID (Ursprung) |
| 124 | - | EU-Steuersatz (Ursprung) |
| 125 | - | Abw. SkontoKonto |
Fallback-Logik
Kann das System keine USt-ID aus dem Standort ermitteln, greift folgende Prioritätenreihenfolge:
Kunden
Die USt-ID wird aus dem mit dem GLTran-Beleg verknüpften Kunden bzw. Kundenstandort übernommen. Bei aktivierter Funktion Geschäftspartner Standorte gilt:
- USt-ID des Kundenstandorts,
- USt-ID des Kunden (wenn im verwendeten Standort keine USt-ID hinterlegt ist),
- Leer.
Lieferanten
Die USt-ID wird aus dem mit dem GLTran-Beleg verknüpften Lieferanten bzw. Lieferantenstandort übernommen. Bei aktivierter Funktion Geschäftspartner Standorte gilt:
- USt-ID des Lieferantenstandorts,
- USt-ID des Lieferanten (wenn im verwendeten Standort keine USt-ID hinterlegt ist),
- Leer.
DATEV Refactoring
Im Rahmen dieses Minor Releases wurden im Bereich Debitoren folgende Fälle korrigiert:
- Interimsfälle bei unterschiedlichen Konten mit Gruppen- oder Dokumentenrabatt in Kombination mit einem Steuersatz von 0 %,
- Interimsfälle bei Verwendung einer Steuer-ID mit einem Steuerbetrag von 0
- Imterimsfälle bei Rechnungen mit 2 (oder mehreren) Zeilen mit jeweils einer Steuerkategorie ohne
- Steuer-ID (Mahngebühren) mit negativem Betrag und Beleg-Rabatt (Brutto- und Nettomodus)
- Falscher Kontenexport bei Ausbuchung Unterzahlung.
Im Bereich Kreditoren wurde folgender Fall korrigiert:
- Interimsfälle bei Kreditoren Gutschriften mit zwei Zeilen, eine davon mit einer Steuerkategorie ohne
Steuer-ID (Mahngebühren)
Verbesserungen in den Sammelzahlungen Kreditoren
Im Screen Sammelzahlungen Kreditoren (AP305000) wurden folgende Änderungen vorgenommen:
- Das Feld Freigabedatum wurde aus dem Header entfernt. Da das Datum pro Zahlung unterschiedlich sein kann, ist eine Anzeige auf Kopfebene nicht sinnvoll. Stattdessen wird das Datum nun in der Tabelle pro Zahlung in der Spalte Datum Interimsrückbuchung angezeigt.
- Die Spalte Freigegeben (Checkbox pro Zahlung) wurde aus der Tabelle entfernt.
- Enthält die Sammelzahlung ein Interimskonto, öffnet sich beim Ausführen der Aktion Freigeben das neue Pop-up Datum Interimsrückbuchung setzen. Bestätigst du die Eingabe mit OK, wird das eingegebene Datum für die Rückbuchungen vom Interimskonto auf das tatsächliche Bank-Geldkonto verwendet. Als Standardwert wird das Datum der Sammelzahlung vorgeschlagen.
Abkündigung obsoleter Screens
Mit Version 14.108.0000.x haben wir die beiden Screens Lastschriftenübersicht (AR5002PT) und Lastschriften - Detailliert (AR5003PT) aus Haufe X360 entfernt. Da die Sammelzahlungen im Modul Debitoren diese Funktionalität bereits vor einigen Jahren abgelöst haben, wurden beide Screens seitdem nicht mehr vom System befüllt und sind damit obsolet. Im gleichen Zuge entfallen auch die Datenbank-Tabellen PTDirectDebit und PTDirectDebitDetail.
Handlungsbedarf vor dem Upgrade:
Falls du diese Tabellen in Reports verwendest, entferne sie bitte vor dem Upgrade aus den betroffenen Reports – direkt im Schema Builder im Report Designer.
Lager- & Auftragsverwaltung
Intrastat Cockpit: Periodenübergreifende Transaktionen
Bisher konnte es bei Periodenübergängen – z. B. Lieferung in Monat A, Rechnung in Monat B – dazu kommen, dass eine Exportdatei beide Bezugszeiträume enthielt. Solche Dateien lassen sich beim Statistischen Bundesamt nicht verarbeiten.
Ab Version 14.108.0000.x bezieht sich die Exportdatei stets auf einen einzigen Bezugszeitraum. Periodenübergänge werden dabei wie folgt aufgelöst:
Mit Ausgangs- oder Eingangsrechnung
Liegt zur Lieferung bzw. zum Wareneingang eine Ausgangs- oder Eingangsrechnung vor, werden die Werte aus dieser Rechnung für die Meldung verwendet. Voraussetzungen
- Status Lieferung = Bestätigt bzw. Status Wareneingang = Freigegeben
- Status Ausgangsrechnung bzw. Eingangsrechnung = Offen oder Geschlossen
Ohne Ausgangs- oder Eingangsrechnung
Liegt keine Ausgangs- oder Eingangsrechnung vor, werden die Werte direkt aus der Lieferung bzw. dem Wareneingang für die Meldung verwendet. Die Ermittlung des Warenwertes erfolgt wie gewohnt – aus dem Kundenauftrag oder der Bestellung. Voraussetzung:
Status Lieferung = Bestätigt bzw. Status Wareneingang = Freigegeben
Hinweis: Maßgeblich für die Ermittlung des Bezugszeitraums ist in beiden Fällen immer die Lieferung bzw. der Wareneingang.
DHL-Schnittstelle
Eindeutigkeit der Sendungsnummern
In seltenen Fällen vergab DHL identische Sendungsnummern. Das führte dazu, dass das zugehörige Label nicht im Dateisystem gespeichert werden konnte, da bereits eine Datei mit demselben Namen vorhanden war – und die Lieferung ließ sich nicht weiter verarbeiten.
Dieses Problem ist nun behoben: Ist ein Dateiname bereits im System vorhanden, wird dem Dateinamen automatisch ein Timestamp als Suffix angehängt. So ist jeder Dateiname eindeutig und der Versandprozess wird nicht mehr blockiert.
Gewünschtes Labelformat aus Haufe X360 an DHL übergeben
Beim DHL-Spediteur steht nun der neue Parameter Label Format zur Verfügung. Darüber lässt sich eines der von DHL unterstützten Labelformate direkt aus Haufe X360 heraus festlegen.
Nach dem Update ist standardmäßig Standardwert aus dem DHL-Kundenportal verwenden voreingestellt. In diesem Fall wird kein Labelformat über die API übergeben – das Verhalten entspricht damit dem bisherigen Stand.
Wird ein abweichendes Labelformat ausgewählt, übersteuert dieses bei der nächsten Labelgenerierung den Standardwert aus dem DHL-Kundenportal.
Hinweis: Bei der Auswahl des Labelformats im Spediteur findet keine automatische Validierung statt. Bitte stelle sicher, dass das gewählte Labelformat vom verwendeten DHL-Pakettyp unterstützt wird – nicht jede Kombination ist gültig.
Eigenes Feld für die Postnummer implementieren
Mit diesem Release führen wir ein dediziertes Feld für die Postnummer ein. Die folgenden Screens wurden um das Feld Postnumber / Postnummer (PTPostnumber) erweitert:
- AR303000
- AR303020
- CR303000
- SO301000
- SO302000
Das Feld wird nur angezeigt, wenn das DHL Feature auf dem entsprechenden Tenant aktiviert ist. Die Postnummer kann direkt in diesem Feld gepflegt werden und wird bei der Erzeugung eines DHL-Versandlabels automatisch an DHL übergeben.
Datenmigration
Es erfolgt eine einmalige Migration der vorhandenen Daten aus dem Feld AddressLine3 in das neue Feld PTPostnumber.
Voraussetzung: Das DHL Feature muss aktiv sein.
Die Migration eines Datensatzes erfolgt, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| Feld | Bedingung |
|---|---|
| AddressLine1 (Straße) | Enthält eines der DHL-Triggerwörter: packstation, postfiliale, post filiale, paketshop, paket shop (nicht case-sensitiv). |
| AddressLine3 | Enthält ausschließlich numerische Zeichen |
| AddressLine3 | Enthält zwischen 6 und 10 Zeichen |
Sind alle Bedingungen erfüllt, wird die Postnummer in das neue Feld PTPostnumber migriert und der Wert anschließend aus AddressLine3 entfernt. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, findet keine Migration statt – die Daten verbleiben unverändert in AddressLine3.
Ablösung der Customization „AdressfeldPostnummer"
Mit dieser Erweiterung wird die Customization AdressfeldPostnummer abgelöst. Diese hatte bisher das Acumatica-Standardfeld AddressLine3 für die Speicherung und Übergabe der Postnummer an DHL genutzt. Das Feld AddressLine3 steht damit künftig wieder für andere Zwecke zur Verfügung.
Validierung der USt-IdNr.
Die Validierung der USt-IdNr. gegen die ersten zwei Buchstaben der Länder-ID (<> DE) wurde entfernt. Damit kann eine USt-IdNr. erfasst werden, die von der Länder-ID abweicht.
Die Validierung für die Länder-ID DE bleibt bestehen.
USt-IdNr. pro Standort für Intrast
Die USt-IdNr. pro Kunden- oder Lieferantenstandort wird nun bei der Übernahme in das Intrastat Cockpit berücksichtigt.
Folgende Konstellationen sind möglich:
- Ist das Feature Geschäftspartner Standorte aktiv, wird die USt-IdNr. aus dem Standort für das Intrastat Cockpit verwendet.
- Ist das Feld USt-IdNr. am Standort leer, wird die USt-IdNr. aus dem Tab Allgemein des Kunden/ Lieferanten verwendet.
- Ist das Feature Geschäftspartner Standorte nicht aktiv, wird die USt-IdNr. aus dem Tab Allgemein des Kunden/Lieferanten verwendet.
Alle Änderungen im Überblick:
Die vollständigen Haufe X360 Release Notes 14.108 enthalten sämtliche Neuerungen, Optimierungen und technischen Details dieses Minor Releases.
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