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Was ist ERP? Definition, Nutzen, Beispiele & moderne Cloud-Lösungen
Enterprise Resource Planning ist längst kein Thema mehr nur für Großkonzerne. Auch mittelständische Unternehmen in Deutschland setzen zunehmend auf ERP-Systeme, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Artikel erklärt, was hinter der Abkürzung steckt, welche Vorteile und Herausforderungen es gibt und warum Cloud-Lösungen immer wichtiger werden.
Wichtigste Takeaways rund um ERP
- ERP steht für Enterprise Resource Planning. Ein ERP-System ist eine zentrale Unternehmenssoftware, die wichtige Geschäftsbereiche wie Einkauf, Lager, Vertrieb, Buchhaltung, Produktion und oft auch CRM in einer gemeinsamen Datenbasis verbindet. Dadurch arbeiten alle Abteilungen mit denselben aktuellen Informationen, Medienbrüche werden reduziert und Prozesse laufen deutlich effizienter ab.
- Für viele Unternehmen ist ERP 2026 unverzichtbar geworden: Es schafft Transparenz durch Echtzeitdaten, steigert die Effizienz durch Automatisierung und stellt Compliance sicher – etwa durch GoBD-konforme Archivierung.
- Es gibt drei gängige Bereitstellungsarten für ERP-Systeme: cloudbasiert, On-Premises und hybrid. Cloud-ERP gewinnt durch geringere Vorabkosten und bessere Skalierbarkeit zunehmend an Bedeutung.
- Im weiteren Verlauf stellen wir Haufe X360 als modernes Cloud-ERP für den deutschen Mittelstand vor.
Was ist ERP? Kurze Definition & Einordnung
Die Definition von ERP ist schnell erklärt: Enterprise Resource Planning bezeichnet eine Softwarelösung, die sämtliche Kernprozesse eines Unternehmens integriert. Das System deckt administrative, dispositive und überwachende Aufgaben ab – von der Finanzbuchhaltung über das Controlling bis hin zu Einkauf, Lager, Fertigung, Vertrieb und Personalwesen.
Stell dir ein ERP-System als zentrales Nervensystem deines Unternehmens vor. Diese Steuerzentrale verbindet alle Abteilungen und schafft eine einheitliche Datenbasis. Daten werden nur einmal erfasst und stehen sofort allen Bereichen zur Verfügung – die sogenannte Single Source of Truth.
Typische Funktionsbereiche umfassen:
- Finanzbuchhaltung und Controlling
- Einkauf und Beschaffung
- Lager und Logistik
- Fertigung und Produktion
- Vertrieb und CRM
- HR und Personalwesen
- Projektmanagement
Die Integration von Unternehmensdaten und Prozessen in ERP-Systeme ermöglicht es, unterschiedliche Abteilungen aufeinander abzustimmen und den Workflow zu verbessern. Ob Start-up mit zehn Mitarbeitern oder Konzern mit tausenden Angestellten – die Anwendung von ERP-Lösungen variiert im Funktionsumfang, das Grundprinzip bleibt gleich.
Wie funktioniert ein ERP-System?
Ein ERP-System basiert auf integrierten Modulen, die eine gemeinsame Datenbank teilen. Jedes Modul hat seinen fachlichen Fokus, arbeitet aber immer auf denselben Stammdaten – Kunden, Artikel, Lieferanten. Workflows und Berechtigungen regeln, wer welche Informationen sehen und bearbeiten darf.
Durch die Zentralisierung aller Unternehmensdaten in einem ERP-System wird die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen verbessert und die Informationsverteilung optimiert. Ein Beispiel verdeutlicht den Datenfluss:
- Kundenauftrag wird im Vertriebsmodul erfasst
- Produktion plant automatisch die Fertigung (MRP)
- Lager reserviert benötigte Materialien
- Versand erhält Kommissionierauftrag
- Rechnung wird erstellt
- Zahlungseingang wird verbucht
Das Softwaresystem integriert auch externe Systeme über Schnittstellen oder APIs – etwa Shopsysteme, Kassensoftware, PLM, DMS oder E-Banking. Moderne ERP-Software stellt Workflows, Benachrichtigungen und Auswertungen weitgehend automatisiert bereit. Automatische Mahnungen, Bestellvorschläge via KI oder Dashboards gehören zum Standard.
ERP im Video erklärt
In dem folgenden Video geben Inga und Dirk noch weitere Hintergrundinformationen zu ERP-Systemen. Sie erklären, woher ERP-Systeme kommen, was die wichtigsten Inhalte und Funktionen sind und wer diese Lösungen anbietet.
An dieser Stelle würden wir dir gerne ein Video unseres YouTube-Kanals zeigen.
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Vorteile eines ERP-Systems für Unternehmen
Die Investition in ein ERP-System amortisiert sich durch messbare Vorteile. Ein ERP-System ermöglicht die Automatisierung von wiederkehrenden Aufgaben, was die Effizienz steigert und den Mitarbeitern mehr Zeit für kreative Aufgaben gibt.
Effizienz
Manuelle Dateneingabe reduziert sich um bis zu 50 Prozent. Excel-Listen werden überflüssig, die Auftragsabwicklung beschleunigt sich.
Transparenz
Echtzeitdaten in ERP-Systemen ermöglichen es Unternehmen, wichtige Geschäftsprozesse in Echtzeit zu überwachen und schnell auf Probleme zu reagieren, was die Entscheidungsfindung verbessert. Zentrale Dashboards zeigen Umsätze, Deckungsbeiträge, Lagerbestände und offene Posten.
Qualität und Fehlerreduktion
Einheitliche Stammdaten, verbindliche Abläufe, weniger Tippfehler und doppelte Datensätze.
Compliance
GoBD-konforme Buchführung, Audit-Trails und revisionssichere Dokumentation. Die Zentralisierung aller Daten in einem ERP-System erleichtert den Schutz dieser Daten und reduziert den Aufwand für die Datensicherung.
Ein praktisches Beispiel: Ein Handelsunternehmen reduziert Out-of-Stock-Situationen um 30 Prozent, weil Bestandsdaten und Einkaufsvorschläge im ERP in Echtzeit vorliegen.
Nachteile & Herausforderungen bei ERP-Einführungen
ERP ist kein Selbstzweck. Projekte scheitern, wenn Ziele und Prozesse unklar bleiben. Die Herausforderungen solltest du realistisch einschätzen.
Kosten: Die Einführung eines ERP-Systems erfordert eine Investition, die sowohl Entwicklungskosten als auch laufende Wartungskosten umfasst. Lizenzen, Implementierungspartner, Schulungen und interne Projektzeit summieren sich.
Organisatorische Hürden: Die Einführung eines neuen ERP-Systems kann Widerstand bei den Mitarbeitern hervorrufen, da neue Arbeitsweisen erlernt werden müssen. Rollen ändern sich, Prozesse müssen harmonisiert werden.
Zeitaufwand: Die Implementierung eines ERP-Systems kann viel Zeit in Anspruch nehmen, insbesondere wenn individuelle Anpassungen erforderlich sind.
Risiken: Zu starke Individualprogrammierung kann einen hohen Prozentsatz der Kosten verursachen. Ein ERP-System kann die Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter schaffen, was einen Wechsel zu einem anderen System erschweren kann.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer klaren Zieldefinition – etwa 20 Prozent schnellere Auftragsabwicklung oder Monatsabschluss in drei statt sieben Tagen – und einem erfahrenen Implementierungspartner.
ERP-Bereitstellungsmodelle: On-Premises, Cloud und hybrid
Die Wahl des Betriebsmodells ist seit etwa 2015 ein entscheidender Erfolgsfaktor. Digitalisierung, Homeoffice und IT-Fachkräftemangel treiben die Entwicklung voran.
Es gibt drei gängige Bereitstellungsarten für ERP-Systeme: cloudbasiert, On-Premises und hybrid.
On-Premises-ERP-Systeme werden vor Ort im Rechenzentrum eines Unternehmens installiert und bieten den größten Grad an Kontrolle über die Software.
Cloud-ERP wird auf einem Remote-Server eines Drittanbieters betrieben und bietet Vorteile wie geringere Vorabkosten und bessere Skalierbarkeit. Die Nutzung einer Cloud-Lösung senkt die TCO (Total Cost of Ownership) um 30 bis 50 Prozent über fünf Jahre.
Hybride ERP-Software kombiniert cloudbasierte und on-premises Bereitstellungen, was Unternehmen Flexibilität bei der Auswahl der besten Lösung für jede Anwendung bietet.
ERP für kleine, mittlere und große Unternehmen
Es gibt kein One-Size-fits-all bei ERP-Lösungen. Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich je nach Unternehmensgröße.
Kleine Unternehmen (Start-ups, Handwerksbetriebe, junge Onlinehändler):
- Fokus auf schnelle Einführung
- Einfache Bedienung mit Standardprozessen
- Geringe IT-Last
- Cloud-ERP oft die beste Wahl
Mittelstand (50–500 Mitarbeiter):
- Höherer Funktionsumfang für Fertigung und Service
- Integration zu Partnersystemen
- Internationale Mandanten
- Mehrstufige Freigabeprozesse
Großunternehmen und Konzerne:
- Multi-Company und Multi-GAAP
- Umfangreiche Compliance-Anforderungen
- Globale Supply Chain
- Mehrstufige ERP-Landschaften
Moderne, oft cloudbasierte ERP-Systeme wachsen flexibel mit dem Unternehmen. Für KMU bieten Cloud-Lösungen oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Je spezieller die Anforderungen an ein ERP sind, desto eher können eigengehostete Lösungen relevant werden.
Branchenspezifische ERP-Lösungen & Beispiele
Branchenspezifische ERP-Lösungen bringen vorgefertigte Prozesse mit, die typische Workflows und gesetzliche Anforderungen einer Branche abbilden.
Fertigung und Industrie
Fertigungsunternehmen nutzen ERP-Systeme, um Qualitätsziele zu erreichen, die Anlagenauslastung zu optimieren und Überstundenkosten zu kontrollieren. Funktionen wie Stücklisten, Arbeitspläne, Chargenrückverfolgung und OEE-Auswertungen sind Standard.
Handel und E-Commerce
Einzelhändler setzen ERP ein, um integrierte Daten zu nutzen, die Zahl der abgebrochenen Bestellungen zu reduzieren und die Konversionsrate im Internet zu erhöhen. Fokus liegt auf Lager, Preislogik und Marktplatzanbindungen. Für den Onlinehandel haben wir einen eigenen Beitrag mit Infos zu ERP für den E-Commerce veröffentlicht.
Dienstleistung und Projektgeschäft
Dienstleistungsunternehmen benötigen leistungsstarke ERP-Technologien, um ihre Dienstleistungen effizient zu erbringen und die Rentabilität von Projekten zu überwachen.
Großhandel
Großhändler benötigen ERP, um ihre Vertriebskosten zu senken, den Lagerumschlag zu erhöhen und die Auftragsabwicklung zu optimieren.
Typische ERP-Module und Funktionsbereiche
Ein ERP-System setzt sich aus mehreren Modulen zusammen, die jeweils einen bestimmten Bereich des Unternehmens abdecken und über eine Vielzahl von Funktionen verfügen. Die Module lassen sich je nach Bedarf aktivieren und kombinieren.
Zu den Standardmodulen eines ERP-Systems gehören Finanzen bzw. Buchhaltung, Produktion, Einkauf, Lager, Vertrieb und Personalwesen.
| ERP Modul | Funktionen |
|---|---|
| Finanzwesen und Controlling | Hauptbuch, Debitoren/Kreditoren, Anlagenbuchhaltung, Budgetierung, Liquiditätsplanung |
| Einkauf und Beschaffung | Bestellwesen, Lieferantenstammdaten, Wareneingang, Lieferantenbewertung |
| Lager und Logistik | Bestandsführung, Lagerplätze, Kommissionierung, Inventur, Versandabwicklung |
| Vertrieb und CRM | Angebots- und Auftragswesen, Pipeline-Management, Servicefälle |
| Fertigung | Planung, Kapazitätsabgleich, Materialbedarfsplanung (Material Requirements Planning), Qualitätsprüfungen |
| Personal | Stammdaten, Zeitwirtschaft, Schnittstelle zur Lohnabrechnung |
| Business Intelligence | Standardberichte, Dashboards, KPI-Auswertungen |
Das Finanzmodul eines ERP-Systems unterstützt buchhalterische Aufgaben, Budgetierung, Controlling und Rechnungswesen, einschließlich der Automatisierung von Rechnungsüberprüfungen und -erstellungen.
Das Customer-Relationship-Management (CRM)-Modul verwaltet alle Aspekte der Kundenbeziehungen, einschließlich Kontaktmanagement, Lead-Management und Marketingkampagnen.
Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) innerhalb eines ERP-Systems begleitet alle Bewegungen von Materialien im Unternehmen, optimiert Lagerorte und berechnet Routen für die Auftragszusammenstellung.
Das Business Intelligence (BI)-Modul eines ERP-Systems bietet Funktionen zur Analyse und Auswertung von Geschäftsprozessen, einschließlich der Anzeige von Key-Performance-Indexes (KPIs) auf Dashboards.
Wie so ein modularer Aufbau in der Praxis aussehen kann, zeigen wir in unserem Beitrag Die Haufe X360 Module im Überblick. Einen kompakten Überblick über das System selbst findest du außerdem auf unserer Seite zu Haufe X360 – dem Cloud-ERP für den Mittelstand.
ERP vs. Warenwirtschaft vs. CRM
Viele Unternehmen suchen zunächst nach einer Lösung für Lager, Vertrieb oder Kundenmanagement – und stoßen dabei auf Begriffe wie Warenwirtschaft, CRM und ERP. Die Systeme überschneiden sich teilweise, verfolgen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
| System | Hauptfokus | Typische Funktionen | Grenzen ohne Integration |
|---|---|---|---|
| ERP | Ganzheitliche Steuerung von Unternehmensprozessen | Buchhaltung, Einkauf, Lager, Vertrieb, Projekte, Reporting, oft auch CRM | Kann ohne saubere Einführung unnötig komplex wirken |
| Warenwirtschaft | Steuerung von Warenströmen und Beständen | Artikel, Lager, Bestellungen, Aufträge, Wareneingänge | Deckt Finanzen, CRM und Gesamtsteuerung oft nicht vollständig ab |
| CRM | Kundenbeziehungen und Vertriebsarbeit | Kontakte, Leads, Aktivitäten, Kampagnen, Service | Fehlt häufig der operative und betriebswirtschaftliche Kontext |
Kurz gesagt: Eine Warenwirtschaft ist stark im operativen Warenfluss, ein CRM stark in Kundenbeziehungen – ein ERP-System verbindet die betriebswirtschaftlichen Kernprozesse und schafft eine gemeinsame Datenbasis.
Wenn du die Unterschiede vertiefen möchtest, empfehlen sich unsere Beiträge zu Warenwirtschaft: Die beste Lösung für dein Unternehmen und ERP vs. CRM im Mittelstand.
Kosten von ERP-Systemen und wichtige Einflussfaktoren
Es gibt keinen pauschalen ERP-Preis. Seriöse ERP-Anbieter führen immer eine Bedarfsanalyse durch, bevor sie Kosten schätzen.
Die Kostenstruktur gliedert sich in:
Einmalige Investitionen
- Implementierung
- Datenmigration
- Schulungen
Laufende Kosten
- Lizenzen oder Subscriptions (Cloud: 20–150 Euro pro Nutzer und Monat)
- Support und Wartung
Einflussfaktoren
- Anzahl der Nutzer
- Funktionsumfang und Module
- Grad der Individualisierung
- Anzahl Standorte und Länder
Bei cloudbasiertem ERP fallen geringere Anfangsinvestitionen an, dafür planbare monatliche Gebühren inklusive Updates. Eine TCO-Betrachtung über drei bis fünf Jahre ist empfehlenswert. Dabei solltest du auch Produktivitätsgewinne und vermiedene Fehlerkosten einbeziehen – der ROI liegt oft bei 200 bis 400 Prozent in drei Jahren.
Gibt es kostenlose oder Open-Source-ERP-Systeme?
Ja, es gibt kostenlose Community-Versionen und Open-Source-Lösungen wie Odoo oder ERPNext. Diese können für technisch affine Unternehmen interessant sein.
Vorteile:
- Keine oder geringe Lizenzkosten
- Hohe Flexibilität bei Anpassungen
- Zugang zum Quellcode
Nachteile:
- Hoher Bedarf an internem IT-Know-how
- Verantwortung für Betrieb, Updates und Sicherheit liegt beim Unternehmen
- Keine Garantie für Unterstützung
Kostenfreie Basisversionen werden häufig durch kostenpflichtige Module oder Supportverträge refinanziert. Bei geschäftskritischen Abläufen solltest du prüfen, ob ein professionell gewartetes Cloud-ERP mit Support langfristig wirtschaftlicher und sicherer ist.
Auswahl und Vergleich von ERP-Systemen
Eine strukturierte Auswahl ist entscheidend – ERP-Systeme haben eine lange Nutzungsdauer und tiefgreifende Auswirkungen auf Prozesse und Organisation.
Definiere fachliche und strategische Anforderungen (internationale Expansion, Onlinehandel, Serienfertigung, Servicegeschäft) und gleiche sie mit den zur Auswahl stehenden ERP-Lösungen ab.
Checkliste für den ERP-Vergleich:
- Funktionsabdeckung und Branchenfokus
- Bedienbarkeit und Sprache der Oberfläche
- Integrationsfähigkeit über APIs
- Skalierbarkeit für Wachstum
- Referenzen in vergleichbaren Unternehmen
Nutze Demo-Systeme und Testphasen, in denen du reale Unternehmensprozesse durchspielst. Wähle einen Partner, der nicht nur Software liefert, sondern auch Beratung zu Prozessen, Change Management und Schulung übernimmt.
Implementierung eines ERP-Systems: Schritte & Best Practices
Die Implementierung eines ERP-Systems ist ein Organisationsprojekt, nicht nur ein IT-Projekt. Ein typisches Projekt durchläuft folgende Phasen:
- Analyse und Workshops – Ist-Zustand und Anforderungen erfassen
- Soll-Konzept – Prozesse und Konfiguration definieren
- Konfiguration – System einrichten
- Datenmigration – Stammdaten übernehmen
- Tests – Iterativ mit Echtdaten
- Schulungen – Key User und Anwender
- Go-Live – Produktivstart
- Hypercare-Phase – Intensive Betreuung nach Start
Projektorganisation: Etabliere einen Lenkungsausschuss, benenne einen Projektleiter und hole Key User aus allen betroffenen Fachbereichen.
Realistische Zeitplanung: Wenige Monate bei kleinen Unternehmen, 12 bis 24 Monate bei größeren Mittelständlern. Je mehr individuelle Anforderungen ihr an das ERP habt, desto länger dauert die Einrichtung.
Best Practices: Binde Anwender frühzeitig ein, teste iterativ mit Echtdaten und bereinige Stammdaten vor der Migration.
In unserem Blog informieren wir dich ausführlich dazu, wie wir bei S+S SoftwarePartner vorgehen, wenn wir ein neues ERP-System bei einem Kunden einführen.
Moderne ERP-Trends: Cloud, KI & Automatisierung
ERP-Systeme haben sich seit den 1990er-Jahren stark weiterentwickelt. Die historische Wurzel liegt in der Materialbedarfsplanung der 1960er Jahre. Heute stehen Cloud, Mobilität und KI im Mittelpunkt.
KI und Machine Learning
Automatische Buchungsvorschläge, Prognosen für Nachfrage und Cashflow, Anomalieerkennung in Echtzeitdaten.
Prozessautomatisierung
Freigabeprozesse, Mahnwesen, Bestellvorschläge, automatische Belegerkennung via OCR. Diese Automatisierung entlastet Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben.
Personalisierung und Usability
Rollenbasierte Dashboards, Self-Service-Funktionen für Fachabteilungen ohne Programmierkenntnisse (Low-Code/No-Code).
Beispiel für ein modernes Cloud-ERP: Haufe X360
Haufe X360 ist ein vollständig cloudbasiertes ERP für kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Das System vereint zentrale Bereiche wie Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, Einkauf, CRM, Projekt- und Servicegeschäft in einer Umgebung.
Besonderheiten:
- Betrieb komplett in der Cloud
- Browserbasierter Zugriff von überall
- Regelmäßige Updates ohne Unterbrechung
- Deutsche GoBD-Konformität
Typische Einsatzszenarien:
- Wachsender Onlinehandel mit mehreren Vertriebskanälen
- Produzierende KMU mit Servicegeschäft
- Projektorientierte Dienstleister
Haufe X360 wächst flexibel mit deinem Unternehmen – ohne hohe Anfangsinvestitionen und mit planbaren monatlichen Kosten. Als Goldpartner von Haufe X360 begleitet S+S SoftwarePartner die Einführung des Cloud-ERP bereits seitdem das System 2019 auf den deutschsprachigen Markt kam.
Der nächste Schritt: Sieh dir eine Demo an oder vereinbare einen Termin für eine individuelle Beratung, um zu prüfen, ob Haufe X360 zu deinen Anforderungen passt.
Fazit: Was ist ERP – und warum ist das Thema für Unternehmen so wichtig?
ERP ist weit mehr als nur eine Software-Kategorie. Ein ERP-System schafft die Grundlage dafür, dass Unternehmen ihre zentralen Prozesse in einer gemeinsamen Struktur planen, steuern und auswerten können. Gerade dann, wenn Daten, Teams und Prozesse wachsen, wird aus „praktischer Software-Unterstützung“ schnell ein echter Wettbewerbsfaktor.
Wer ERP richtig auswählt und sauber einführt, profitiert von weniger Insellösungen, mehr Transparenz und effizienteren Abläufen. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist das heute ein wichtiger Schritt, um Wachstum, Digitalisierung und Prozessqualität auf ein stabiles Fundament zu stellen.
Wenn du dich näher mit einer konkreten Lösung beschäftigen möchtest, findest du auf unserer Seite zu Haufe X360 weitere Informationen. Für eine vertiefende Auswahlperspektive empfehlen wir außerdem unsere Beiträge zu ERP-Systemen im Mittelstand und Cloud-ERP im Mittelstand.
FAQs rund um ERP-Systeme
ERP ist eine Unternehmenssoftware, die wichtige Geschäftsbereiche in einer gemeinsamen Lösung verbindet. Dazu gehören zum Beispiel Einkauf, Lager, Vertrieb, Buchhaltung, Produktion oder Projekte.
Ein ERP-System steuert und verknüpft zentrale Geschäftsprozesse. Es sorgt dafür, dass Informationen abteilungsübergreifend verfügbar sind und Prozesse durchgängig ablaufen.
Ab etwa fünf bis zehn Mitarbeitenden oder einem bestimmten Transaktionsvolumen bietet ein ERP-System typischerweise Mehrwert gegenüber Excel und Insellösungen. Besonders wachstumsstarke Start-ups und Onlinehändler profitieren früh von einem Cloud-ERP, um Skalierungsprobleme zu vermeiden. Die Bedeutung liegt in der frühzeitigen Strukturierung von Geschäftsaktivitäten und Datenverwaltung.
Bei kleineren Cloud-ERP-Projekten mit Standardprozessen rechne mit wenigen Wochen bis einigen Monaten. Größere, stark individualisierte Lösungen benötigen sechs bis 24 Monate. Die Faktoren sind Prozesskomplexität, Datenqualität, Anzahl Standorte und Verfügbarkeit des Projektteams.
Moderne ERPs bieten standardisierte Schnittstellen (APIs, Webservices). Viele gängige Systeme – Shops, Zahlungsanbieter, Kassensysteme – haben bereits vorgefertigte Konnektoren. Definiere Integrationsszenarien vor der ERP-Auswahl und sprich diese in der Demo konkret durch.
Seriöse Cloud-Anbieter setzen professionelle Sicherheitsteams, Verschlüsselung, regelmäßige Penetrationstests und zertifizierte Rechenzentren (ISO-Zertifizierungen, EU-Standorte) ein. In der Praxis ist die Sicherheit oft höher als in kleineren Eigenrechenzentren, weil Updates und Patches zentral und zeitnah eingespielt werden.
ERP ist eine umfassende Plattform für alle Kernprozesse: Finanzen, Lager, Beschaffung, Produktion, Projekte und Supply Chain Management. CRM ist ein Teilsystem, das sich auf Vertrieb, Marketing und Kundenservice konzentriert. In einem integrierten ERP-System ist CRM als Modul enthalten, sodass alle Abteilungen auf dieselben Kundendaten zugreifen und die Lieferkette optimal steuern können.
Wir beraten dich gerne rund um ERP
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